Verschwörungstheorien Wiki
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Die Anunnaki (alternative Schreibweisen Anunna, Annunaki, Anunaki, Anunaku, Anunnaku, Anuna, Anunnaka) sind ein Göttergeschlecht aus der summerischen, akkadischen, babylonischer und assyrischer Mythologie. Anunna bedeutet in etwa Nachfahren des An (Himmelsgott, wörtlich "Himmel"). Zum Teil wird zwischen den Anunna (hohe Oberwelt-Götter) und den Anunnaki (Unterwelt-Götter) unterschieden ("Ki" bedeutet wörtlich "Erde" kann aber auch die gleichnamige Göttin bezeichnen), oft werden beide Begriffe aber synonym verwendet.

Die Anunnaki spielen in Theorien der Prä-Astronautik eine Rolle, der zufolge sie eine Gruppe Außerirdische seien, welche von Nibiru auf die Erde gekommen sind um Ressourcen auszubeuten und dafür Menschen als Nutztiere mittels Genmanipulation erschaffen haben. In weitergehenden Weltverschwörungstheorien werden die Anunnaki zum Teil als Machtgruppe oder Ursprung einer Weltverschwörung betrachtet, welche die Menschenheit aus dem Hintergrund steuert. Sie werden dabei z.T. mit den Reptiloiden in Verbindung gebracht.

Mythologie[]

Die Beschreibung der Anunna variert in den unterschiedlichen Texten und Zeiten, sie spielen häufig eine zentrale Rolle im Schöpfungsmythos, der Erschaffung des Menschen als eine Arbeiterklasse für die Götter und bei der Sintflut, durch welche versucht wurde die Menschheit wieder auszulöschen.

Bei den Summerern waren die Anunna Himmels-, Erd- und Stadt-Götter. Die Anunna sollen ein Rat der höchsten Götter gewesen sein, dem der Himmelsgott An (wörtlich "Himmel") vorstand und um dessen Thron sich Enki ("Herr Erde", Stadtgott von Eridu) und Enlil ("Herr Luft", Luft und Wettergott, Stadtgott von Nippur) stritten. Weitere bedeutendende Anunna waren Ninhursag ("Herrin der steinigen Einöde", Gebirgs- und Muttergöttin), Nanna (Mondgott), Utu (Sonnengott) und Inanna (Stadtgöttin von Uruk). Die Anunna lebten auf dem heiligen Berg Du-Ku im Ekur (Berghaus, häufig mit Ziggurats assoziert) und sollen den Menschen den Ackerbau und die Webkunst gebracht haben.

Bei den späteren Akkadiern, Assyrern und Babyloniern waren die Annunaki hingegen Unterwelt-Götter, die den Igigu, den Göttern der Oberwelt und des Himmels, gegenüberstanden (So etwa im Mythos "Inannas Gang in die Unterwelt"). Wegen dieses starken Gegensatzes wird von manchen davon ausgegangen, dass die Anunnaki nicht als Identisch mit den Anunna zu betrachten sind, sondern das beide viel mehr zwei seperate Göttergruppen darstellen. Auch scheinen sich Anunna und Igigu zuweilen zu Überschneiden.

Der spät-akkadische Atraḫasis-Epos beschreibt, dass die Igigu niederrangige Götter und welche den Anunna untergeordnet waren und für sie arbeiteten, dann aber einen Aufstand anzettelten. Die Anunna erschufen Menschen, damit diese die Arbeiten der Igigu übernahmen.


Vertreter[]

An / Anu[]

An bedeutet im sumerischen "Himmel". Von den Akkadern wird er auch Anu oder Anum genannt.

Bei den Sumerern und Akkadern gilt er formal als höchster Gott im Pantheon und Vater der Anunna. Allgemein bleibt seine Beschreibung im Pantheon aber eher farblos im Vergleich zu seinen Kindern Enlil und Enki.

Sein Haupttempel liegt in Uruk, einer der ältesten und bedeutentensten der sumerischen Städte.

Urasch / Ki / Antum[]

Urasch bedeutet im sumerischen "Erde". Sie gilt als Gattin des An und Mutter vieler Götter. Sie wird meist mit den Göttinnen Ki und Antum (weibliche Form von An) gleichgesetzt, welche ebenfalls als Gattinnen des An beschrieben wurden.

Urasch ist Mutter der Göttin Ninsun und damit Großmutter des mythischen Königs Gilgamesch.

In späteren Zeiten wird sie durch Nintu und Inanna als Gattin des An ersetzt.

Enlil / Ellil[]

Enlil bedeutet "Herr Luft" oder auch "Herr Wind". Er ist eine bedeutende Gottheit.


Sein Haupttempel lag in der Stadt Nippur.

Enki / Ea[]

"Herr Erde"

Enki gilt als bedeutender Schöpfergott, der den Entwurf zur Erschaffung des Menschen gemacht hat und der Meschheit half die Sintflut zu überstehen.

Sein Haupttempel lag in der Stadt Eridu, welche oft als älteste der sumerischen Städte galt.

Ninḫursanga / Ninmah / Aruru[]

Ninhursanga bedeutet "Herrin der steinigen Einöde" oder auch "Herrin des Heiligen Berges". Sie wird auch mit den Namen Ninmaḫ ("erhabene Herrin"), Nintu, Mami, manchmal auch Ninlil ("Herrin Luft") und Damkina in Verbindung gebracht.

Spielt im Schöpfungsprozess eine bedeutende Rolle, da sie häufig als Gebärende oder Hebamme auftritt.

Im Gilgamesch-Epos erschafft Aruru Enkidu nach dem Ebenbild von Anu, damit Gilgamesch einen gleichstarken Gegner findet. Gilgamesch und Enkidu werden später Freunde.

Inanna / Ischtar[]

Inanna ist Göttin der Liebe, Sexualität und des Krieges.

Sie wird als Vorbild der phönizischen Göttin Astarte, griechischen Aphrodite und römischen Venus betrachtet.

Nanna / Sin[]

Mondgott

Utu / Schamasch[]

Sonnengott

weitere bedeutende Götter[]

Marduk[]

Marduck ist der Stadtgott von Babylon und wird mit dem Aufstieg Babylons zur dominierenden Macht in Mesopotamien zur bedeutensten Gottheit, die selbst über den Anunna und Igigi steht.

Er spielt eine Hauptrolle im Enuma Elisch, dem babylonischen Schöpfungsmythos. Darin ist er der Sohn des Enki. Enki tötet den Ur-Gott Apsu, welcher den den unterirdischen Süßwasserozean (Grund- und Quellwasser) und macht ihn zu seiner Wohnung, in der er Marduk zeugt. Apsus Gattin Tiamat (Chaosdrache, representiert den Salzwasserozean) sinnt auf Rache und Marduk erhält dafür das er sie tötet den höchsten Rang unter den Göttern.

Apsu[]

Der unterirdische Süßwasserozean der die Wohnung des Enki ist. Im Enuma Elisch ist er der Gatte der Urgöttin Tiamat, wird aber von Enki getötet und so zu dessen Wohung.

Namma / Tiamat[]

Eine alte Schöpfungsgottheit, welche die ersten Götter geboren haben soll. Während Namma noch eine positive Rolle spielt wird Tiamat im Enuma Elisch eher negativ dargestellt und letztendlich von Marduk getötet.

Stammbaum[]

Nammu / Tiamat (Salzwassergöttin, Chaosdrache, getötet von Marduk)
x Abzu / Apsu (Süßwassergott, getötet von Enki)
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v
An  / Anu / 𒀭 (Himmelsgott, Stadtgott von Uruk)
x Uraš bzw. Ki (Erdgöttin)
|
├──>  Enlil / Ellil (Gott des nördlichen Himmels, Stadtgott von Nippur)
│    x
│
├──> Enki / Ea (Gott des südlichen Himmels, Süßwassers, Weißheit, Handwerk, Stadtgott von Eridu)
│    x
│    
│
├──>


Theorien[]

Parallelen und Entsprechungen[]

Die mesopotamische Mythologien weisen viele Parallelen zu späteren Mythen auf, insbesondere der Griechen und der Israeliten. Da die mesopotamischen Quellen aber deutlich älter sind, ist davon auszugehen, dass diese Motive von dort übernommen wurden und somit näher an den Ursprüngen sind.

Die summerischen Anunnaki weisen starke Parallelen zu anderen antiken Göttergeschlechtern, etwa den Olympiern der Griechen.

  • Ebenso wie den griechischen bzw. römischen Göttern wurden einzelnen Anunna Himmelsobjekten zugeordnet, so etwa
    • Venus zu Ischtar/Inanna (welche natürlich starke parallelen zur griechischen Göttin Aphrodite aufweist).
    • Jupiter zu Marduk
    • Sonne zu Utu
    • Mond zu Nanna / Nannar / Sin
    • Äquatoriale Sterne zu An
    • nördliche Sterne zu Enlil
    • südliche Sterne zu Enki
  • Die Schicksalstafeln sind mächtige Gegenstände, welche im Besitz des jeweiligen Hauptgottes beschrieben werden (je nach Zeit Enlil, Marduk, Assur) und diesem Macht verleihen. Sie ähneln dem Mythos der Bundeslade, welche die Gesetzestafelen des Moses enthält.
  • Die Göttin Inanna stirbt drei Tage während iher Unterweltreise, ebenso wie Jesus Christus drei Tage stirbt.
  • Am Ende der Unterweltreise der Inanna wird oft ein Handel beschrieben, dass ein Gott für sie sechs Monate im Jahr ihren Platz einnehmen muss. Dies weist starke parallelen zum griechischen Demeter/Persephone-Mythos auf.


Prä-Astronautik[]

Einige Anhänger der Paläo-Astronautik-These glauben, dass es sich bei den Annunaki um eine Gruppe von Außerirdischen oder ein außerirdisches Volk handelt, das die Menschheit mit Gentechnik als Arbeiter erschuf, ihnen aber gleichzeitig eine Reihe technologischer Neuerungen (Ackerbau) brachte, die das entstehen der ersten Zivilisation im Zweistromland bedingte.

Prominentester Vertreter dieser Theorie ist Zecharia Sitchin mit seinem Buch Der 12. Planet. Sitchins Theorien werden von verschiedenen Wissenschaften kritisiert. Astronomen kritisieren, dass seine Deutungen der Entstehungen des Sonnensystems nicht mit den bekannten Wissenstand im Einklang steht und Nibiru bis heute nicht entdeckt wurde und die Existenz eines solchen Objekts äußerst unwahrscheinlich ist. Historiker werfen Sitchin vor, mesopotamische Mythen selektiv zu deuten und das Sitchins Theorien im krassen Widerspruch zum gut dokumentierten Wissenstand der mesopotamischen Astronomen stünde. Weiterhin wird Sitchin vorgeworfen mesopotamische Quellen falsch übersetzt zu haben, damit sie in seinen Narrativ passen.

Nibiru[]

Auf Grundlage von Sitchins Deutung des Enûma elîsch (Von Droben..., babylonischer Schöpfungsmythos) existieren weitergehende Spekulationen, dass die Heimat der Annunaki ein Planet Namens Nibiru sei, welcher das Sonnensystem in einer extrem eliptischen Bahn mit einer Umlaufzeit von ungefähr 3600 Jahren (entsprechend der babylonischen Einheit Schar) durchstreife und durch seine Gravitation für allerlei kosmische Katastrophen verantwortlich sei (vgl. Immanuel Velikovsky).

Die Sintflut sei nach Sitchin nicht durch Enlil oder die Anunna verursacht worden (wie es in den sumerischen Mythen beschrieben wird), sondern sei das Resultat einer dieser Annäherungen Nibirus.

Die Anunnaki kämen nach Sitchin zur Erde wenn sich Nibiru ausreichend Nahe an dieser befindet (sie scheinen also anfänglich nicht zu interstellaren Reisen fähig gewesen zu sein). Sitchin spekulierte weiter, dass Nibiru in der unmittelbaren Zukunft (ursprünglich 2003, später 2012, Sitchin starb 2010) wieder seinen sonnennächsten Punkt zwischen der Mars- und Jupiterbahn erreichen würde und dass in dieser Zeit eine Wiederkunft der Annunaki auf der Erde zu erwarten sei.

Gold[]

Sitchin spekuliert das die Anunnaki zur Erde kamen, weil sie die Goldvorräte brauchten um die Atmosphäre Nibirus zu reparieren. Dies ist verwunderlich, weil Gold in den sumerischen Mythen kaum eine Rolle spielt und Mesopotamien auch keine bedeutenden Goldvorkommen hat (im Dilmun-Mythos wird beschrieben das Gold zum bedeutenden Handelshaften Dilmun (vermutlich Bahrain) aus anderen Ländern kam). Die Arbeit der Götter für die nach Menschen nach der sumerischen Mythologie erschaffen wurden, liegt hauptsächlich im Bereich des Ackerbaus und nicht des Bergbaus.

Die Beschreibungen der sumerischen Unterwelt deutet Sitchin als Minen.

Weltführer[]

Der Name Annunaki, die von königlichem Blut, erinnert stark an das sangreal (Heiliger Gral oder königliches Blut) das in den Spekulationen um die Rosenlinie, die Abstammungslinie von Jesus Christus, eine Rolle spielt.

Laut dieser kühnen These hätten die Annunaki sich mit den Menschen verbunden und die Nachfahren seien von Geburt auserwählte Weltführer (ursprünglich Gott-Könige). Diese Führerschicht hätte sich angeblich von Babylon, über Jesus (oder den ägyptischen und römischen Adel), den Merowingern, dem mittelalterlichen Adel bis hin zu modernen Hochfinanz gehalten.

Laut David Icke handelt es sich dabei um eine Art von Reptilien.

siehe auch[]

Weblinks[]