Verschwörungstheorien Wiki
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Als chemische Waffe wird die militärische-kriegerische Anwendung von chemisch hergestellten Substanzen bezeichnet.

Anwendungsmöglichkeiten[]

  • Giftgase zum Vergiften, Verletzen und Töten von Menschen
  • Maskenbrecher mit dem Ziel den Feind zum abnehmen seiner Gasmasken zu bewegen (z.B. durch Erzeugung von Brechreiz)
  • weniger-tödliche chemische Waffen zum Handlungsunfähig-machen von Menschen (z.B. Tränengas, Pfefferspray, Psychokampfstoffe)
  • Herbizide zur Zerstörung von Pflanzen (z.B. zur Entlaubung wie Agent Orange)
  • Zerstörung von Materialien
  • Brandfördermittel (z.B. Napalm, Phosphor, Thermit)
  • Künstlicher Nebel (Nebelkampfstoffe)

weniger-tödliche chemische Waffen[]

Psychokampfstoffe[]

Psychokampfstoffe sollen das Bewusstsein des Feindes trüben und ihn dadurch kampfunfähig machen.

LSD wurde im Kalten Krieg von einigen Staaten erprobt. In den USA untersuchte u.a. die CIA im MK Ultra-Programm die Substanz, worin u.a. Forschungen von Timothy Leary eingegangen sein sollen. Im Rahmen der Forschung wurde etwa die Bevölkerung des französischen Pont-Saint-Esprit mit LSD vergiftet. Auch das Vereinigte Königreich und die Tschechoslowakei testeten LSD an Soldaten. Offiziell scheiterte die militärische Anwendung daran, dass sich LSD nicht zur Verbreitung als Aerosol, also über die Luft, eigne. Eine Anwendung über andere Verbreitungswege, wie etwa Wasser oder Nahrungsmittel, ist aber möglich.

Benzilsäureester (BZ) hingegen konnte zu einem Aerosol entwickelt werden und gilt als der bislang einzige Psychokampfstoff der in den USA bis zur Einsatzreife entwickelt wurde. Es wirkt anticholinerg und parasympathikolytisch, also ähnlich wie Nachtschattengewächse, wie Tollkirsche oder Engelstrompete. Es können Kopfschmerzen, Verwirrung, Angstzustände bis hin zu starken Halluzinationen mit vollständigen Realitätsverlust auftreten, die Wirkung setzt 1/2 bis 1 Stunde nach der Kontamination ein und kann bis 3 Tage anhalten.

In den USA gab es auch Überlegungen zur Entwicklung einer Sex bzw. Gay Bomb, welche mittels sexueller Lockstoffe (Pheromone, Aphrotisiaka) feindliche Soldaten zu sexueller Zuneigung zueinander verleiten sollte (vgl. Homokaasu, Hängolin). Gleichzeitig wurde auch überlegt mit chemischen Mitteln Schwitzen, Blähungen, Körper- und Mundgeruch zu erzeugen, wodurch die Kampfmoral des Feindes beeinträchtig werden sollte oder eigene Soldaten feindliche besser aufspüren hätten können. Solche Vorschläge scheinen aber nicht über Gedankenspiele hinaus gegangen zu sein.

In der Sowjetunion soll in den 1970ern Kolokol-1 entwickelt worden sein, welches Menschen innerhalb einer Minute für einige Stunden bewusstlos machen soll. Kolokol-1 wurde vermutlich bei der Erstürmung des Moskauer Dubrowka-Theaters verwendet.

siehe auch[]

Weblinks[]

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