Verschwörungstheorien Wiki
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Als Drogen werden Substanzen bezeichnet, welche in der Lage sind das Bewusstsein eines Menschen zu verändern, meist indem sie direkt oder indirekt in die Funktionsweise des Nervenssystems eingreifen. Es sind eine unüberschaubar große Anzahl von Drogen bekannt, darunter eher harmlose Substanzen wie Coffein und Baldrian, aber auch eher gefährliche Substanzen wie Methamphetamin und Alkohol.

Drogen begleiteten den Menschen in seiner gesammten Geschichte, während Entheogene in vielen Kulturen als Mittel für religiöse Erfahrungen benutzen werden, sind sie im abrahamitischen Kulturkreis zumeist verboten. Der Drogenhandel spielt bis heute in geopolitischen Konflikten eine Rolle.

Framing des Drogenbegriffs[]

Im alltäglichen Sprachgebrauch findet meist eine wertende Trennung zwischen einzelnen Drogen statt. Einerseits die "Genussmittel" Alkohol, Tabak und Kaffee, dann die "Heilmittel" bzw. "Psychopharmaka", wie Benzodiazepine und Antidepressiva, und letztendlich "die Drogen" als böses, illegales "Rauschgift", wie etwa Opioide und Amphetamine. Diese Unterteilung steht allerdings auf keiner rationalen Basis, sondern spiegelt lediglich bestehende moralische Bewertungen wieder, welche nicht durch den wissenschaftlichen Faktenstand gedeckt sind. So sind Alkohol und Tabak die Drogen, die heute am meisten Todesopfer fordern, aber gleichzeitig nichteinmal in den Statistiken zu "Drogentoten" auftauchen. Auch das Phänomen der "Medikamentenabhängigkeit" ist kaum bekannt und wird kaum in den Antidrogenkampagnen thematisiert.

Verschwörungstheorien[]

War on Drugs[]

Mittel zur sozialen Destabilisierung[]

Während die USA nach außenhin eine strickte Antidrogenpolitik fuhren, waren ihre Geheimdienste oft selbst eng in den Drogenhandel verwickelt. Während der Heroin-Epidemie der 60er und 70er unterstützten die Geheimdienste den Drogenhandel im Goldenen Dreieck (Air America) und während der Crack-Epidemie schaffte die CIA tonnenweise Cocain ins Land (Iran-Contra-Affäre).

Als Erklärung für dieses paradoxen Verhaltens, lässt sich spekulieren, dass Drogen nicht das eigentliche Ziel des "Krieges gegen die Drogen" war, sondern die Menschen, die mit den Drogen assoziert wurden: Nicht-Weiße und Hippies.

Schon beim Verbot von Cannabis wurde das durch ein spezielles Framing klar: Anstelle von Hanf ("Hemp") verwendete man den mexikanischen Begriff "Marihuana", die Übeltäter waren also nicht die Weißen, die Hanf seit Jahrhunderten anbauten, sondern die Mexikaner.

Als Cocain die USA überschwemmte, erließ man Gesetze die den Handel des in den schwarzen Vierteln verkauften Cracks (eine rauchbare Zubereitung von Cocain) um ein 100faches härter bestraften als das vornehmlich von Weißen der Oberschicht konsumierte Cocain-Pulver(Wikipedia: Anti-Drug Abuse Act of 1986. In Folge stieg die Gefängnispopulation der Schwarzen drastisch, so dass heute weit mehr Schwarze in den USA in Gefängnissen zu Zwangsarbeit verpflichtet werden können, als es Sklaven vor dem US-Amerikanischen Bürgerkrieges gab. (Prison–industrial complex)

Verbot von Psychedelika um Bewusstseinserweiterung zu verhindern[]

Es existieren Verschwörungstheorien, die behaupten, dass Regierungen gezielt psychedelische Drogen verbietet, um die Bevölkerung besser kontrollieren zu können.

Psychedelische Drogen sind dafür bekannt, dass sie Menschen helfen andere Perspektiven auf ihr Leben zu entwickeln. Es ist nicht im Interesse von Machteliten das bestehende gesellschaftliche Verhältnisse infrage gestellt werden, entsprechend stellen solche Drogen für diese eine Gefahr dar.

Weiterhin stellen diese Substanzen gerade religiöse Eliten infrage. Die abrahemitischen Religionen bauen darauf auf, dass die Erfahrung des Göttlichen nur einem kleinen Kreis von Propheten und Aposteln zugänglich war, welche ihre Erfahrungsberichte weitergaben ("Buchreligion"). Nur ein kleiner Kreis von Gelehrten, Rabbis, Priester, Pfarrern und Imame, sei in der Lage diese Erfahrungsberichte zu deuten und in praktische Handlungsanweisungen umzusetzen. Durch Psychedelika ist aber nun nahezu jeder in der Lage eigene spirituell-religiöse Erfahrungen zu machen. Die Rolle von Mittelsmännern und Deutern fällt weg, wenn an Stelle der Buchreligionen Erfahrungsreligionen treten. Es ist also nicht verwunderlich, dass nahezu alle großen Buchreligionen den Konsum von Drogen verbieten.

Vergiftete illegale Drogen[]

Bereits während der Alkoholprohibition in den USA war es gängige Praxis Industriealkohol, welcher etwa als Füllflüssigkeit in Heißungen verwendet wurde, mit Giftstoffen zu versehen[1], angeblich um Leute vom Konsum abzuschrecken. Der Industriealkohol wurde natürlich trotzdem auf dem Schwarzmarkt gehandelt und vergiftete letztendlich tausende von Menschen. Dies Betraf natürlich hauptsächlich Menschen aus den niederen Schichten, die sich mit den billigstem Alkohol zufrieden gaben, in den höheren Schichten konnte man auf qualitativere Quellen zurrückgreifen (Klassenkampf nach unten).

Bis heute wird etwa in Deutschland das Abschreckungsargument gegen "Harm Reduction"-Kampagnen verwendet, etwa gegen Drug-Checking-Programmme, welche auf den illegalen Markt gehandelte Drogen auf mögliche Giftstoffe testen.

Motor für organisierte Kriminalität[]

Bereits während der Alkoholprohibition wurde ein Nebeneffekt der Drogenprohibitions offensichtlich: Durch die Kriminalisierung lag der überaus profitable Drogenhandel auf einmal in den Händen der Organisierten Kriminalität. Diese kann durch ihre Finanzielle Macht wiederum leicht mittels Korruption der Strafverfolgung durch Polizeibehörden entgehen. Oftmals dient die Polizei hierbei lediglich dazu, Konkurrenten im illegalen Gewerbe auszuschalten.

Die Mafia wurde während der Alkoholprohibition zu einem Machtfaktor in den USA und überall auf der Welt, wo Drogen kriminalisiert wurden, entstanden ähnliche kriminelle Organisationen. Es ist natürlich nicht im Interesse der Organisierte Kriminalität, dass Drogen wieder legalisiert werden und ihnen die Gewinne des Drogenmarkts entgehen, entsprechend ist davon aus zu gehen, dsas diese ihre neue Macht, mittels Korruption und anderer Mittel einsetzen würden, weiterhin Drogen illegal zu halten.

Opioidkrise[]

Die Opioidkrise in den USA wurde massiv angetrieben durch die von der Pharmaindustrie vermarkteten opioiden Medikamente. Trotz dessen, dass deren abhängigmachende Wirkung bekannt war, wurden sie nicht mehr nur für akute Schmerzbehandlung und Paläativmedizin eingesetzt, sondern auch für chronische Schmerzen, welches einen Einsatz über längere Zeiträume und so die Entwicklung von Abhängigkeitserkrankungen erlaubte. Dies betraf natürlich wieder hauptsächlich Mitglieder der niederen Klassen, welche sich im us-amerikanischen Gesundheitssystem keine rehabilativen Therapien leisten konnten und statt dessen auf die vergleichsweise billige Symptombehandlung mit Opioiden zurückgreifen konnten.(Klassenkampf von oben)

Mehrere Pharmakonzerne mussten sich inzwischen für dieses Verhalten gerichtlich verantworten und konnten eine Beilegung der Verfahren durch Vergleiche erzielen.

Als man letztendlich die Verschreibung der Opioide wieder einschränkte, bemühte man sich allerdings nicht darum den Betroffenen eine angemessene Therapie zukommen zu lassen. Die Opioid-Abhängigen drängten also auf den illegalen Markt und wechselten von Medikamenten zu Straßendrogen wie Heroin. Das Aufkommen von Fentanyl im illegalen Drogenhandel führte dann zu einer Katastrophe. Fentanyl ist ein Opioid mit der mehr als 100fachen analgetischen Potenz von Morphin, bereits wenige Sandkörner der Substanz können zu einer tödlichen Überdosis führen, so dass es für Laien praktisch nicht sicher zu dosieren ist. Die Zahl der Drogentoten schnellte in die Höhe und zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg sank die Lebenserwartung der US-Amerikaner.

Antidrogenpropaganda[]

Die "Krieg gegen die Drogen" wurde auch medial ausgeschlachtet.

Die wahrscheinlichkeit das ein Todesfall infolge von Drogenkonsums medial berichtet wird, ist um ein vielfaches höher, als wenn jemand an einer Alkoholvergiftung stirb. Hierdurch wird eine verzerrte Wahrnehmung erzeugt, nach der legale Drogen weniger gefährlich seien als illegale.

Typisch im Framing von Drogenabhängigkeit ist etwa, dass der Drogenkonsum als individuelle Fehlentscheidung beschrieben wird, die zu einem ruinösem Leben führt. "Just say no" war der von Nancy Reagan für ihre Antidrogenkampagne geprägte Slogen (während ihr Ehemann Präsident Ronald Reagan gleichzeit Cocain von den Contra-Rebellen in die USA schmuggeln ließ). Soziale Probleme, wie Perspektivlosigkeit und Armut, wurden nicht als Ursache dafür betrachtet, dass Menschen ihre Sorgen mit Drogen betäuben, sondern viel mehr seien die Junkies selbst an ihrer misslichen Lage schuld und verdienten deshalb kein Mitleid.

Beispiele für Propaganda-Lügen in Antidrogenkampagnen sind etwa:

  • Einstiegsdrogenhypothese - die These das weiche Drogen, wie Cannabis, zum Konsum von harten Drogen führen würden. Diese These konnte nie belegt werden, die Reihenfolge zur Exposition zu verschiedenen Drogen ist hauptsächlich von der Verfügbarkeit
  • Crackbabies - Behauptung das die Kinder von Crackabhängigen Müttern enorme Entwicklungsdefizite aufweisen würden und eine Belastung für das sozialsystem der USA darstellen würden. Tatsächlich sind die Folgen von Crackkonsum während der Schwangerschaft vergleichbar mit denen des Rauchens und deutlich geringer als die von Alkoholkonsum.

siehe auch:


Cannabis[]

Verschwörungstheorien um die Kriminalisierung von Cannabis fokussieren sich meist auf Harry J. Anslinger, einem US-amerikanischen Politiker und dem ersten Leiter des Federal Bureau of Narcotics. Nach dem Ende der Alkohol-Prohibition 1933 soll sich Anslinger zusammen mit dem Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst und mit Unterstützung des Chemie-Konzerns DuPont mit einer massiven Schmieren-Kampagne für das Verbot von Cannabis und Opioiden gesorgt haben. Völlig Realitätsferne Propagandafilme wie Reefer Madness sind das Produkt dieser Zeit.

Diese Koalition verfolgte hierbei eigene wirtschaftliche Interessen. Der Chemiekonzern DuPont wollte die natürlichen Faserlieferanten Hanf mit seinen chemischen Kunstfasern ersetzen, Hearst war Besitzer von Wald und Papiermühlen und Hanfpapier stellte wiederum einen Konkurrenten zu seinem Produkt dar, Anslinger selbst konnte durch das Cannabisverbot hingegen seine eigene Stellung ausbauen und sein nach der Alkoholprohibition nahezu bedeutungsloses Federal Bureau of Narcotics zu einer wichtigen Behörde machen. Häufig werden auch rassistische Motive vermutet: Opium gilt als traditionelle Droge der Chinesen, "Marihuana" als Droge der Mexikaner und Schwarzen. So konnte man über Bande diese Gruppen angreifen, indem man ihre typischen Gewohnheiten angriff, ohne jedoch offen rassistisch zu wirken. Von Anslinger selbst sind zahlreiche rassistische Äußerungen bekannt. Weiterhin griff Anslinger gezielt Jazz-Musiker an und führte eine persönlichen Feldzug gegen die schwarze Jazzsängerin Billie Holiday, während er gleichzeitig bei weißen Prominenten Drogenkonsumenten, wie etwa Judy Garland, keine strafrechtliche Verfolgung durchführte.

Weitere an dem Verbot von Cannbis beteiligte Interessengruppen seien etwa Pharmaunternehmen gewesen, die in Cannabis eine Konkurrenz für ihre patentierte Medikamente sahen und die Öl-Lobby, insbesondere die Rockefeller Familie, da Hanf sich auch zur Herstellung eines günstigen Bioethanol-Treibstoffes eigne.

Zitate[]

“The Nixon campaign in 1968, and the Nixon White House after that, had two enemies: the antiwar left and black people. You understand what I’m saying? We knew we couldn’t make it illegal to be either against the war or black, but by getting the public to associate the hippies with marijuana and blacks with heroin, and then criminalizing both heavily, we could disrupt those communities. We could arrest their leaders, raid their homes, break up their meetings, and vilify them night after night on the evening news. Did we know we were lying about the drugs? Of course we did.” - John Ehrlichman, Innenpolitischer Berater unter Präsident Richard Nixon, wurde Infolge des Watergate-Skandals zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. [2]

Weblinks[]


Verschwörungstheorien zu Drogen[]

Auch zur politischen Handhabung von Drogen existieren Verschwörungstheorien. Die Überlegungen dazu decken ein ganzes Spektrum von möglichen Gründen wie Unwissenheit bis hin zu gezieltem Handeln als Unterdrückungsinstrument ab. Ein unbestreitbarer Fakt besteht darin, dass Pharmakonzerne naturgemäß wenig Interesse an natürlicher Konkurrenz haben[3]. Natürliche Drogen wie Cannabis etwa können nicht patentiert werden, sodass sie sich kaum zur Gewinnmaximierung eignen wie ein patentierbares Medikament.

Der Drogenforscher McKenna sagt über das Verbot von Psychedelika etwa[4]:

Wenn wir verstehen wollen, warum Psychedelika verboten sind, müssen

wir laut McKenna verstehen, weshalb die Welt heutzutage nach dem „dominierenden" statt dem „partnerschaftlichen" Modell funktioniert und was diese Begriffe genau umfassen. Dafür befassen wir uns mit Eislers Werk, das—wie viele von McKennas Arbeiten auch—Aspekte von Geschichte und Natur beschreibt, die bisher übersehen und absichtlich verdrängt

wurden. In ihrem Buch Kelch und Schwert: von der Herrschaft zur Partnerschaft. Weibliches und männliches Prinzip in der Geschichte führt Eisler an, dass die Menschheit während der vergangenen 32.000 Jahre, in den allermeisten Fällen, in partnerschaftlichen Gesellschaften, innerhalb eines globalen partnerschaftlichen Kulturmodells lebte—eine Lebensweise, die heute fast unvorstellbar ist.


Manche Verschwörungstheoretiker gehen noch einen Schritt weiter und behaupten, dass die herrschende Elite gezielt vor allem bewusstseinserweiternde Drogen wie DMT, Zauberpilze und co verbieten, um die Menschheit an spirituellem Wachstum zu hindern und besser kontrollieren zu können. Stattdessen würde man gezielt "verdummende" Drogen wie Alkohol legal käuflich halten, ganz getreu dem Motto "Brot und Spiele".

Der ehemalige Regierungsmitarbeiter John Ehrlichmann sagte, dass die US-Regierung unter Präsident Nixon gezielt die Drogen-Verbotspolitik verschärften und nutzten, um politische Gegner auszuschalten[5]:

"Die Nixon-Kampagne im Jahr 1968 und das Weiße Haus von Nixon danach hatten zwei Feinde: den linken Antikriegshintergrund und schwarze Menschen. Verstehst du, was ich sage? Wir wussten, dass wir es nicht

illegal machen konnten, weder gegen den Krieg noch gegen Schwarz zu sein, aber indem wir die Öffentlichkeit dazu brachten, die Hippies mit Marihuana und Schwarzen mit Heroin zu assoziieren, und dann beide stark kriminalisierten, konnten wir diese Gemeinschaften stören. Wir könnten ihre Führer verhaften, ihre Häuser überfallen, ihre Treffen abbrechen und sie Nacht für Nacht in den Abendnachrichten verunglimpfen. Wussten

wir, dass wir wegen der Drogen lügen? Natürlich haben wir das."

Und in der Tat steckt keine erkennbare Logik darin, objektiv weniger schädliche Rauschmittel wie Cannabis zu illegalisieren, hochtoxische Drogen wie Alkohol hingegen legal zum Kauf schon für Jugendliche ab 16 Jahren (Bier, Wein) anzubieten. Die Frage lautet, ob dahinter Absicht steckt oder vielmehr sozialisierte Vorurteile und Unwissenheit in diese Unlogik führte. In der Gegenwart jedenfalls drehen immer mehr Staaten auch des westlichen Kulturkreises wie die USA oder Cannabis diese Entwicklung zurück und heben beispielsweise das Cannabisverbot zusehends auf.


Quellenverweise[]

https://zauberpilzblog..net is now https://zauberpilzblog.com/ please update reference link to : https://zauberpilzblog.com/geschichte-krieg-gegen-drogen-war-on-drugs/

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