Verschwörungstheorien Wiki
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Johannes Paul II. (bürgerlicher Name Karol Józef Wojtyla, *1920 in Wadowice, Polen; †2005 in der Vatikanstadt) war vom 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tode Papst der römisch-katholischen Kirche.

Als in Polen geborener Papst, der sich in der katholischen Tradition gegen den Marxismus aussprach, wird ihm ein Einfluss auf den polnischen Widerstand gegen den Sozialismus und damit auf den Zusammenbruch des Ostblocks zugeschrieben. Dieser Antimarxismus führte allerdings auch zu Verstimmungen mit den südamerikanischen Befreiungstheologen, etwa als Johannes Paul II 1987 den chilenischen Diktator Pinochet besuchte.

Attentatsversuche[]

Mehmet Ali Agca[]

Am 13. Mai 1981 verübte der türkische Rechtsextremist Mehmet Ali Agca auf dem Petersplatz in Rom ein Attentat auf Johannes Paul II. Dieser wurde dabei durch drei Projektile schwer verletzt und 20 Tage lang in der Gemelli-Klinik behandelt. Am 20. Juni 1981 wurde er erneut wegen der Schussverletzungen in die Klinik gebracht und nach einer Operation am 14. August wieder entlassen.

Seine Genesung führte Johannes Paul II. auf den Schutz der Gottesmutter zurück, da sich das Attentat am 13. Mai ereignete, also dem Jahrestag der ersten Marienerscheinung von Fatima. Als Dank machte Johannes Paul II. eine Wallfahrt nach Fatima.

Über Motiv und Hintergründe von Mehmet Ali Agca existieren Zahlreiche Spekulationen, welche meist auf die Geheimdienste der sozialistischen Staaten, insbesondere KGB und GRU, verweisen. 2006 kam ein Untersuchungsausschuss des italienischen Parlaments zu dem Schluss, dass das Attentat im Auftrag Breschnews vom russischen Geheimdienst GRU in Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Geheimdienst sowie der Stasi verübt wurde.

Joan Fernandez Krohn[]

Am 12. Mai 1982, während der Pilgerreise des Papstes in Portugal zum Dank, dass er das Attentat überlebt hatte, versuchte der ultrakonservative katholische Priester Joan Fernandez Krohn, Anhänger des französischen Bischofs Marcel Lefebvre, mit einem Bajonett ein weiteres Attentat auf den Papst zu verüben, konnte jedoch von dessen Leibwächtern überwältigt werden. Der Attentäter begründete sein Handeln mit der „Rettung“ der katholischen Kirche vor den Beschlüssen des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Ereignisse während Regentschaft[]

Johannes Paul II. löste Johannes Paul I. ab, welcher nach einer Regentschaft von nur 33 Tagen unter merkwürdigen Umständen ums Leben kam.

In seine Amtszeit fiel die Aufdeckung des Gladio-Netzwerks und der Propaganda Due in Italien, welche auch mit der Vatikanbank und vermutlich auch mit dem Tod von Roberto Calvi verknüpft waren.

Johannes Paul II. unterstützte das umstrittene Opus Dei, indem er dessen Gründer, den spanischen Priester und Franco-Bewunderer Josemaría Escrivá, erst selig und später heiligsprechen ließ.

1998 kam es im Vatikanstaat zum mysteriösen Selbstmord des neu ernannten Kommandanten der Schweizergarde Alois Estermann.

siehe auch[]


Vorgänger : Johannes Paul I. Nachfolger: Benedikt XVI.


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