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In den Jahren 1896/97 kam es in den USA zu einer Welle von Sichtungen seltsamer Luftschiffe, deren Ursprung im Dunkeln liegt. Über 1500 Zeitungsartikel berichten davon. Es handelt sich somit um die älteste dokumentierte Welle von UFO-Sichtungen.

Interessant können diese Sichtungen auch unter Betrachtung des psychologischen Aspekts gesehen werden, da sie einerseits parallelen zu heutigen Sichtungen aufweisen und andererseits zu einer Zeit entstanden als die Phantasie der Menschen viel mehr durch Autoren wie Jules Verne geprägt war.

Verlauf Bearbeiten

Die erste Sichtung soll am 17. November 1896 in Sacramento (Kalifornien) stattgefunden haben. Bald kam es zu weiteren Sichtungen im Norden von Kalifornien wie etwa in San Francisco. Nimmt man die Sichtungen als Anhaltspunkt so bewegten sich die Schiffe nun nach Osten bis nach Michigan. In Michigan soll es angeblich zu einer Explosion gekommen sein, nach der allerdings nur kleine Überreste gefunden werden konnten.

Nun bewege sich die Sichtungswelle nach Süden, bis es im April 1897 in Texas und Louisiana war. In Texas erlebten die Sichtungen bis Mai ihren Höhepunkt.

Am 19. April 1897 kam es zum UFO-Absturz von Aurora. Ein Luftschiff soll mit der Windmühle von Judge Proctor in Fort Worth kollidiert und dabei explodiert sein. In den Trümmern wurde eine stark verbrannte Leiche gefunden die man zur damaligen Zeit für einen Marsmensch hielt (die Zeitungen waren zu der Zeit voll von Berichten über Marskanäle). Man begrub die Überreste auf dem örtlichen Friedhof. Auch sollen Papiere mit merkwürdigen Schriftzeichen gefunden worden sein.

BeschreibungBearbeiten

Bei den Sichtungen wurden zumeist Einzelne oder Gruppen von Luftschiffen meist bei Nacht gesehen, welche sich zum Teil grade aus bewegten, stoppten und die Richtung wechselten und letztendlich am Horizont verschwanden. In einigen Fällen wird nur von einem hellen Licht berichtet, was als das Frontlicht interpretiert wird.

Der Schiffskörper wird ähnlich einem Personenzugwagen beschrieben, die Längen schwanken dabei von grade mal 10 bis zu 200 m. Es wird von Funken eines Elektromotors, Suchscheinwerfern, Signallichtern und Seitenlichtern berichtet. Auch soll es schlagende Flügel an den Luftschiffen gegeben haben.

Es wird über eine Flughöhe von 3 km spekuliert, ebenso wie von einer Geschwindigkeit von über 160 km/h.

Einige berichten davon, dass sie die Passagiere und Piloten der Luftschiffe sehen konnten oder sogar mit ihnen gesprochen hätten.

bekannte zeitgenössische LuftschiffeBearbeiten

Zwar gab es zur Zeit der Sichtungen schon Luftschiffe, doch diese meist nur in europäischen Ländern wie Deutschland und Frankreich. Dennoch verfügten die in den USA gesichteten Luftschiffe über Flugeigenschaften, die die europäischen weit übertrafen. Besonders die vermutete Geschwindigkeit der Schiffe gibt Anlass zum Rätseln da selbst heute Luftschiffe grade mal 100 bis 150 km/h schnell werden können.

Das Luftschiff „La France“ welches 1884 gebaut wurde, war 50,42 m lang und schaffte es in einer Höhe von maximal 300 m 22,32 km/h zu erreichen. Es war das erste Luftschiff das es schaffte zu seinem Ausgangspunkt zurückzukehren. Am 19. Oktober 1901 umkreiste ein Luftschiff mit einer damals beeindruckenden Geschwindigkeit von 70 km/h den Eifelturm.

BerichteBearbeiten

SichtungBearbeiten

J. Spence Bounds, Hillsboro, TexasBearbeiten

„Auf dem Weg nach Hause überraschte mich ein helles Licht, wie ein elektrischer Suchscheinwerfer. Mein Pferd und ich waren zu Tode erschrocken. Das Licht erfasste uns, schwenkte über die Felder und dann zum Himmel, etwa 300 m hoch. Ich erkannte, dass das Licht von einem riesigen Monster kam, zigarrenförmig. Darunter hing etwas wie ein Schiff, von dem das Licht kam. Ich dachte darüber nach, was ich schon vorher über diese Schiffe gehört hatte. Es war ungefähr 160 km/h schnell und flog meistens im Dunklen. Alle paar Sekunden gab es diese Lichtblitze ab. Was mag es nur sein?"

J. A. Black, Paris, TexasBearbeiten

„Ich sah ein leises, leuchtendes Monsterluftschiff. An den Seiten des zigarrenförmigen Körpers waren Flügel, Propeller an den Enden. Es war 60 m lang. Die Kabine in der Mitte darunter hatte ein Zehntel der Gesamtlänge. Darin schien sich die deutlich hörbare Antriebsmaschine zu befinden. Mein Hund fing ein ganz unirdisches Geheul an. Ein Neger, den ich dazu rief, betete. Er glaubte es sei Noahs Arche, die Überschwemmungsopfern am Mississippi zu Hilfe eilte. Die Kabine war von innen beleuchtet und das ganze flog so schnell wie ein Zug fährt."

KontakteBearbeiten

Patrick C. ByrnesBearbeiten

Byrnes war ein Zeuge der Angab mit der Besatzung eines gelandeten Schiffs gesprochen zu haben, als diese das Frontlicht reparierte. Die Mannschaft, die aus Amerikaner bestand, sagte ihm, dass man Dynamit für kubanische Rebellen transportierte.

Mr. Beatty und Judge LoveBearbeiten

Mr. Beatty und Judge Love wollen in einer Schlucht mit einer 5-köpfigen Besatzung eines 10 m langen und 4 m breiten Luftschiffs zusammengetroffen sein. Diese berichtete ihnen folgende Phantasievolle Geschichte: „Wir leben am Nordpol auf 640 km² Land. Durch den Golfstrom, der dort nach hunderten Kilometern wieder die Oberfläche erreicht, ist das möglich. Mit heißem Dampf wird selbst der Boden bearbeitbar warm gehalten. Die Polarnacht wird elektrisch erhellt. Expeditionen von euch haben das Nordpolland erreicht und sind dort geblieben, Sir Hugh Willoughby 1553, Sir John Franklin 1846 und andere, meist in einem schlimmen Zustand. Ohne Holz entwickelten wir notgedrungen diese Luftfahrzeuge. Nach Amerika und Europa sind nun 20 mit je 5 Mann Besatzung unterwegs. ... Nun müssen wir aber wieder los."

anonymer BriefBearbeiten

In einem Brief der nach dem Tod des Schreibers veröffentlicht wurde, wurde der Kontakt genauer Beschrieben. Das Luftschiff, 23 m lang und 8 m breit, war mit großer Geschwindigkeit angekommen. Ein Pfeifton verursachte, dass sein Pferd ihn abwarf. Der Zeuge sprach mit der Besatzung, die sich entschuldigte, konnte eine Skizze anfertigen und sich an Bord umschauen. Die Herren waren Amerikaner, Mr. Wilson, Mr. Walters und Mr. Scott Warren. Es gab einen 4 mal 2,5 m großen Raum, festgeschraubte Sitzgelegenheiten und Tische, Bücher und Ferngläser sowie einen mexikanischen Koch. Dem Zeugen wurden etliche technische Einzelheiten mitgeteilt. Vieles war aus Aluminium, die Maschinerie stand auf 1,8 mal 1,2 m Fläche, die Höchstgeschwindigkeit betrug angeblich 1600 km/h, sie flögen seit zwei Wochen und maximal 600 m hoch. Man stieg auch mit ihm auf und er wurde etwas „seekrank". An Bord gab es auch viele Zeitungen. Über die Luftschiffe werde zum Teil korrekt berichtet. Die anderen Luftschiffe seien vermutlich in Niederkalifornien oder Arizona. Ein Grund nachts zu fliegen sei auch, nicht aus so großer Höhe herunter sehen zu müssen. Dieser Mr. Wilson lebte in Fort Worth und meinte der Antrieb würde sich innerhalb von zwei Jahren weltweit durchsetzen. Die Pläne für diese Schiffe stammen von verschiedenen Orten. Der Zusammenbau erfolgte bei Mr. Warren. Wo das ist wurde nicht verraten. Der Suchscheinwerfer war am Vorderdeck angebracht, daneben die gehörte Pfeife.

WeblinksBearbeiten

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