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Ein Snuff-Film ist die Aufzeichnung eines Mordes. Die Aufzeichnung soll dabei der Unterhaltung eines kleinen Kreises an Gleichgesinnten dienen[1]. In einer Variante dieser Definition wird zusätzlich verlangt, dass es sich um eine Auftragsarbeit mit Gewinnabsicht handeln muss[2].

Der Australier Peter Scully wurde 2015 für die kommerzielle Produktion und Verbreitung von Snuff Filmen festgenommen. Die Popularität der Thematik ist vor allem kommerziellen (Horror-)Filmen geschuldet, die sich mit der Thematik auseinandersetzten.

Erste Gerüchte von Snuff-Filmen sollen mit der Manson-Family verbunden gewesen sein, aufbauend darauf machte der argentinische Low-Budget Exploitation-Film El Ángel de la muerte (1976, besser bekannt als "Snuff", "Big Snuff" oder "The Slaughter") das Thema populär, indem an den eigentlichen Film eine Szene anschließt in der eine Darstellerin scheinbar vom Kamerateam ermordet wird. Auch bei anderen Filmen wie "Cannibal Holocaust"(1980) oder "Guinea Pig 2:Flower of Flesh and Blood" (1985) wurden Vermutungen laut, die Filmmacher hätten, anstatt Spezialeffekte zu nutzen, wirklich Menschen getötet, was aber stets widerlegt werden konnte.

In Verschwörungstheorien findet Snuff oft Erwähnung bei Spekulationen um Kindermissbrauch-Netzwerke (siehe etwa satanisch-ritueller Missbrauch), in denen Snuff-Filme angeblich für große Geldsummen gehandelt würden.

Lockert man die Definition von Snuff-Filmen gibt es allerdings viele vergleichbare Fälle:

  • Filme von terroristischen Organisationen, die die Exekution von Verrätern, Gefangenen oder Geiseln zeigen, ebenso Filme von staatlichen Hinrichtungen.
  • Filme von Attentaten und Anschlägen
  • Filme von Unfällen und Selbstmorden (z.B. dem Suizid von Ricardo López)
  • Gespielte Todesfälle bzw. Morde, welche für eine Pseudo-Dokumentation oder einen fiktiven Found-Footage-Film inszeniert wurden (z.B. "Faces of Death", "August Underground")
  • Happy Slapping-Filme, üblicherweise von Jugendlichen mit Handykameras aufgenommene Filme die das Schickanieren oder die Anwendung von Gewalt gegen andere zeigen, die den Tod des Opfers zur Folge hatten
  • Filme die Mörder bzw. Massen- oder Serienmörder von ihren Opfern aufgenommen haben (z.B. der "Dnepropetrovsk Maniacs")
  • Morde, die verübt wurden um die Quoten von dokumentarischen Fernsehshows zu steigern. Bekannt ist hierbei vor allem die brasilianische Show "Canal Livre", deren Moderator Wallace Souza auf diese Weise seine Popupularität und die seiner Sendung steigerte.
  1. http://www.snopes.com/horrors/madmen/snuff.asp
  2. citation needed
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