Verschwörungstheorien Wiki
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Als Weltraumwaffen werden Waffensysteme betrachtet, welche entweder im bzw. aus dem Weltraum heraus opperieren oder sich gegen Ziele im Weltraum richten.

Weltraumwaffen gegen Bodenziele[]

Interkontinentalraketen[]

Interkontinentalraketen (ICBMs) verbringen den Großteil ihrer Flugbahn im Weltraum und erreichen meist Geschwindigkeiten knapp unterhalb der 1. kosmischen Geschwindigkeit. Dadurch ist es den Raketen möglich jeden Ort auf der Erde zu erreichen.

ICBMs werden bis heute als Trägersystem für Kernwaffen verwendet, und bilden das Rückrat der nuklearen Abschrenkung sowohl in der USA als auch Russland (ehem. Sowjetunion) und der VR China.

Oftmals wird davon ausgegangen, dass die Entwicklung von Weltraumwaffen vor allem dem Zweck dient, ICBMs abfangen zu können und sich so im Falle eines nuklearen Krieges zu verteidigen.

Fractional Orbital Bombardment System[]

Als Fractional Orbital Bombardment System (FOBS) werden Systeme bezeichnet die (nukleare) Sprengköpfe zunächst in eine Umlaufbahn bringen und später von dort aus Ziele anzugreifen. Die Raketen müssen hierfür Geschwindigkeiten oberhalb der 1. kosmischen Geschwindigkeit erreichen. Auf einem niedrigen Orbit könnten die Sprengköpfe dann durch abbremsen auf ihr Ziel gestürzt werden.

Vorteil eines solchen Systems ist die geringe Vorwarnzeit. Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit den Gegner aus unerwarteten Richtungen anzugreifen und so die üblichen Vorwarnsysteme (Überhorizontradar) zu umgehen.

Mit den SALT-II-Verträgen einigten sich die USA und die Sowjetunion auf den Verzicht auf FOBS. Darüber hinaus verbietet der UN-Weltraumvertrag Kernwaffen im Weltraum. Dennoch stellt sich die Frage in wie fern ein Atomwaffenverbot im Weltraum, angesichts der vielen Spionagesatelliten, überhaupt kontrollierbar ist.

"Rods from God"[]

Rods from God (Stäbe von Gott) bezeichnet das militärische Konzept, Wolframstäbe in einem Orbit zu parken, um sie als Waffen gegen Bodenziele zu verwenden. Wolfram weist einen hohen Schmelzpunkt (3422 °C) und eine hohe Dichte auf und würde deshalb bei einem Wiedereintritt in die Atmosphäre nicht verglühen, sonder als zusammenhängender Körper auf dem Boden einschlagen.

Vorteil eines solchen Systems wäre, dass ein einzelner Staat, ohne Unterstützung anderer Staaten und ohne den Einsatz von Interkontinentalraketen, praktisch jeden Ort auf der Erde, ohne große Vorwarnzeit, treffen könnte. Die kinetische Energie der Stäbe würde dabei auch ausreichen um Bunkerpanzerungen zu durchbrechen.

Kritisiert wird, dass solche Wolframstäbe, sollten sie oder ihre Trägersatelliten außer Kontrolle geraten, leicht zu einer Bedrohung für alle Orte auf der Erde werden könnten, da ein Abschuss die Wolframstäbe nicht zerstören könnte.

Bislang würde kein internationaler Vertrag eine solche Waffe verbieten.

Anti-Satelliten-Waffen[]

'Aurora' des Starfish Prime Kernwaffentests von Honolulu aus gesehen. Die eigentliche Detonation fand in 400 km Höhe in 1.150 km südwestlicher Entfernung von Hawaii statt. Infolge des Tests fielen mehrere Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen aus.

Da Satelliten-Infrastruktur eine immer bedeutendere Rolle spielt, existiert in militärischen Planspielen auch immer mehr das Bedürfnis dieses direktangreifen zu können.

Anti-Satelliten-Raketen[]

Heute existieren sowohl luft- wie auch land-gestützte Antisatellitenraketen, welche durch suborbitale Flugbahnen große Höhen erreichen könne, deren Geschwindigkeit aber nicht ausreicht einen stabilen Orbit zu erreichen. Die Steigleistung dieser Raketen liegt meist unterhalb von 1000 km, wodurch nicht alle Satelliten erreicht werden können (geostationäre Satelliten befinden sich z.B. in einer Höhe von 35.786 km, GPS-Satelliten in 20.200 km).

Die Satelliten werden hierbei oft durch die kinetisches Energie beim Zusammentreffen mit einem kill vehicle zerstört.

Projekte für Anti-Satellitenraketen wurden seit den späten 1950ern in den USA und in der Sowjetunion betrieben. In den 2000ern wurden auch ein Test durch die Volksrepublik China bekannt.

Killersatelliten[]

Für Killersatelliten gibt es im wesentlichen zwei Konzepte

  • bewaffnete Satelliten (mit Projektilen oder Lasern)
  • Annäherungssatelliten, welche durch Kollision oder mit einem Splittergefechtskopf ihr Ziel zerstören

bewaffnete Satelliten[]

Die sowjetische Weltraumstation Salyut 3 war mit einer Bordkanone bestückt um eventuelle us-amerikanische Angreifer abzuwehren.

Annäherungssatelliten[]

Annährungssatelliten überschneiden sich in ihren technischen Anforderungen kaum zu Konzeptionen zu ferngesteuerten Reparatursatelliten (welche also gezielt auf anderen Satelliten landen). Deshalb besteht bei solchen Projekten oft der Verdacht der verdeckten Militärforschung.

Durch Splittergefechtsköpfe kann ein größeres Areal um den ursprünglichen Satelliten durch Splitter verseucht werden, was die Wahrscheinlichkeit eines Treffers erhöht.

EMP-Waffen[]

Eine Kernwaffenexplosion in der Hochatmosphäre kann einen nuklearen elektromagnetischen Puls erzeugen, der stark genug ist um zahlreiche Satelliten funktionsunfähig zu machen. Nach dem Starfish Prime Kernwaffent waren einige der damals noch wenigen Satelliten funktionsunfähig.

Eine solche Waffe kann allerdings kaum zwischen eigenen und feindlichen Satelliten unterscheiden.

Laserwaffen[]

Verschwörungstheorien[]

Da Weltraumwaffenprojekte ebenso wie Spionagesatelliten häufig als black projects geführt werden sind sie nicht selten Gegenstand von Spekulationen.

UFOlogische Verschwörungstheorien sehen in Weltraumwaffen häufig Vorbereitungen auf militärische Konflikte mit außerirdischen Spezies.

siehe auch[]

  • Strategic Defense Initiative
  • Prompt Global Strike

Weblinks[]

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